paris fehlt mir. es fühlt sich an wie der ganz große kater nach der ganz großen trunkenheit. mitten im gewitter durch den nach großstadt riechenden regen rennen.
noch zittrig von der durchwachten nacht in secondhandläden wühlen. rotwein trinken. und kaffee. croissants essen. und quiche lorraine.
Posted in bemerkt on June 21st, 2011 by die-kleine-miss – 1 Comment
ich dachte so etwas gäbe es nur hier. ich habe die freude darüber unterschätzt, von einer fremden blumen geschenkt zu bekommen. mit diesem satz: “du hast ein blumenkleid an.” (verdutzt wie ich war und deutsch wie ich bin, antwortete ich: “kostenlos?”).
mal wieder ein bisschen spot-musik. ich hatte mich ja wirklich gefreut, diese fünf finnen zu sehen. klar, man hätte schon beim ersten hören anmerken können, dass da jetzt nicht wirklich etwas neues erfunden wurde. trotzdem hats mir gefallen. hat mich an salzige atlantikluft erinnert und wie es ist, auf einem nassen rücken sommersprossen zu zählen.
jetzt allerdings erinnern mich die klänge der french films eher an einen recht unsympathischen frontmann. einen speckigen dreikäsehoch, der sich ohne verdienst für den größten hält. sonnenbrille auf der bühne, arrogante sprüche, etc., etc. die musik mag ich irgendwie immer noch. einen konzertbesuch würde ich trotzdem nicht empfehlen.
p.s.: ein foto habe ich natürlich nicht gemacht. mich vor die kreischenden 17-jährigen mädels drängeln und mr. wichtig eine bestätigung seiner coolness geben – nicht mit mir.
das will ich. den geruch von büchern atmen und niesen weil staubflocken herumfliegen. eine klackernde schreibmaschine und ein schepperndes radio. spaghetti carbonara dreimal am tag und nachts im see schwimmen. kein handy, kein laptop, kein fernseher.
Posted in bemerkt on June 15th, 2011 by die-kleine-miss – 2 Comments
tiger schleichen sich an ihre beute heran oder lauern ihr auf und fallen sie nach wenigen sätzen oder einem kurzen spurt an. tiger scheinen die windrichtung bei der jagd zu berücksichtigen und nähren sich bevorzugt gegen den wind. dabei nähert der räuber sich geduckt und versucht sich dem opfer auf durchschnittlich etwa zehn bis 35 m zu nähern. falls die distanz zu groß ist und keine weitere deckung vorhanden, wartet der tiger bis sich das opfer gegebenenfalls von selbst nähert. der angriff erfolgt in vollem spurt, bei kurzer distanz, im tiefen schnee oder unwegsamen gelände auch in großen sätzen. falls der tiger das opfer nicht sofort erreicht, verfolgt er es maximal 100 bis 200 m. danach bricht er die verfolgung normalerweise ab.
hat er das beutetier erreicht, versucht er größere tiere meist durch die wucht des aufpralls zu boden zu reißen. in der regel greift er bei größeren tieren meist von unten oder der seite an um die kehle mit dem maul zu erreichen. dabei wird das opfer meist stranguliert. die pranken dienen dabei dazu, das opfer festzuhalten. tiger können beutetiere erlegen, die ihr eigenes gewicht um ein mehrfaches übertreffen.
mein ganz eigenes sahnehäubchen des spot-festivals. bei giana factory denke ich an: knutschend in dunklen ecken schwanken. durch den clubnebel blaue augen sehen. zu joy division tanzen (und nicht à la wombats).
welch glück, dass ich sie in paris nochmal erwischt habe. in grünem licht. und mit verhaltener gänsehaut.
keine lange rede (mir fehlen auch die worte). da, wo mich diese mädels hinführen, bleib ich gern ein weilchen. auch wenn es da dunkel sein mag. good night, dear mind.
auf vielerlei empfehlung sind henning und meinereiner am samstag zu den hochgelobten japanerinnen von “nisennenmondai” gedackelt. das zelt war voll, in der ersten reihe männer mit bierbauch und lüsternen blicken.
umgehauen hat’s mich nicht. diese elektrokultur ist nichts für mich. ich bin ein mädchen, das gesang und gitarre braucht. oder wenigstens ein klavier. drei zuckerschnitten dabei zuzusehen, wie sie an ihren elektrischen instrumenten herumwerkeln ist für mich genauso spannend, wie einen computernerd beim ausbauen einer festplatte zu beobachten. ich hab einfach keine ahnung davon! deswegen hat’s wohl auch eher weniger spaß gemacht.
hennings kommentar dazu, der mich sehr zum lachen gebracht hat: “man muss schon echt deppert sein, um musik gut zu finden, nur weil sie von japanerinnen gespielt wird.”