… hab ich, dass mich der liebe gott mit so einem kollegen bedacht hat. heute lag es auf dem tisch: das serenades-album. jetzt, wo es langsam aber sicher herbst wird und die zeit draußen kürzer, die zeit drinnen aber immer länger wird, habe ich pünktlich mein lieblingsschmankerl in der hand. danke, lieber henning! ich werde das gute stück in ehren halten.
die letzte hausarbeit ist abgegeben, meine “ferien” haben jetzt offiziell begonnen. neben der beantwortung der frage, “was tun nach dem studium?” werde ich mich auch hier wieder öfter blicken lassen.
ganz oben auf meiner to do-liste steht aber eigentich: lesen. lesen. lesen. im bett, auf dem balkon, im englischen garten, am see. außerdem: gute musik hören. in diesem sinne:
ich bin noch nicht einmal eine woche wieder zuhause, schon könnte ich wieder wegfahren. ist jetzt natürlich nichts spezielles, kommt vor, kennt man. und ich hatte seit langem 10 tage, in denen ich nicht viel mehr getan habe als…
…das meer zu sehen……zu schreiben……und in der schönsten runde zu essen und (oh ja!) zu trinken.
paris fehlt mir. es fühlt sich an wie der ganz große kater nach der ganz großen trunkenheit. mitten im gewitter durch den nach großstadt riechenden regen rennen.
noch zittrig von der durchwachten nacht in secondhandläden wühlen. rotwein trinken. und kaffee. croissants essen. und quiche lorraine.
mal wieder ein bisschen spot-musik. ich hatte mich ja wirklich gefreut, diese fünf finnen zu sehen. klar, man hätte schon beim ersten hören anmerken können, dass da jetzt nicht wirklich etwas neues erfunden wurde. trotzdem hats mir gefallen. hat mich an salzige atlantikluft erinnert und wie es ist, auf einem nassen rücken sommersprossen zu zählen.
jetzt allerdings erinnern mich die klänge der french films eher an einen recht unsympathischen frontmann. einen speckigen dreikäsehoch, der sich ohne verdienst für den größten hält. sonnenbrille auf der bühne, arrogante sprüche, etc., etc. die musik mag ich irgendwie immer noch. einen konzertbesuch würde ich trotzdem nicht empfehlen.
p.s.: ein foto habe ich natürlich nicht gemacht. mich vor die kreischenden 17-jährigen mädels drängeln und mr. wichtig eine bestätigung seiner coolness geben – nicht mit mir.
das will ich. den geruch von büchern atmen und niesen weil staubflocken herumfliegen. eine klackernde schreibmaschine und ein schepperndes radio. spaghetti carbonara dreimal am tag und nachts im see schwimmen. kein handy, kein laptop, kein fernseher.
mein ganz eigenes sahnehäubchen des spot-festivals. bei giana factory denke ich an: knutschend in dunklen ecken schwanken. durch den clubnebel blaue augen sehen. zu joy division tanzen (und nicht à la wombats).
welch glück, dass ich sie in paris nochmal erwischt habe. in grünem licht. und mit verhaltener gänsehaut.
keine lange rede (mir fehlen auch die worte). da, wo mich diese mädels hinführen, bleib ich gern ein weilchen. auch wenn es da dunkel sein mag. good night, dear mind.
auf vielerlei empfehlung sind henning und meinereiner am samstag zu den hochgelobten japanerinnen von “nisennenmondai” gedackelt. das zelt war voll, in der ersten reihe männer mit bierbauch und lüsternen blicken.
umgehauen hat’s mich nicht. diese elektrokultur ist nichts für mich. ich bin ein mädchen, das gesang und gitarre braucht. oder wenigstens ein klavier. drei zuckerschnitten dabei zuzusehen, wie sie an ihren elektrischen instrumenten herumwerkeln ist für mich genauso spannend, wie einen computernerd beim ausbauen einer festplatte zu beobachten. ich hab einfach keine ahnung davon! deswegen hat’s wohl auch eher weniger spaß gemacht.
hennings kommentar dazu, der mich sehr zum lachen gebracht hat: “man muss schon echt deppert sein, um musik gut zu finden, nur weil sie von japanerinnen gespielt wird.”
was haben wir uns gefreut, als wir nach einem eher schleppend anlaufendem festival-samstag in die voxhall zu team me kamen.
davor hatten wir simona abdallah (& band ane) gesehen, wie sie zu elektronischem mischmasch mit einer säge hantierte (hätte sie mal lieber ihr macbook zersägt). von shangai waren wir auch eher weniger begeistert – ebenso von some speak of the future, deren sängerin erinnerungen an eine schlechte allanah myles hervorrief (und assoziationen, die irgendetwas mit allanah myles zu tun haben, sind sowieso selten etwas gutes).
jedenfalls dann: team me. schwer zu beschreiben, was die da eigentlich machen. es fühlt sich jedenfalls an, wie: zum ersten mal frisch verliebt sein. zum 152. mal frisch verliebt sein. sich auf eine wiese fallen lassen. mit einem pinken telefon nach japan telefonieren. kurz: team me sorgt dafür, dass einem plötzlich ganz leicht wird ums herz.
und ich hab mal wieder nicht die gelegenheit verpasst, mich in die sängerin zu verlieben. am keyboard stehen, gleichzeitig mit füßen und händen zappeln, den mund beim singen laut aufreißen wie beim zahnarzt, die schuhe zum noch mehr zappeln ausziehen. hach.
zwar hab ichs schon gepostet, aber weil es so schön ist und weil es ja noch gar nicht viel anderes gibt, nochmal hier: