hinschauen

fotoautomaten und geklaute welt.

Posted in hinschauen, klicken on January 20th, 2011 by die-kleine-miss – 1 Comment

wenn man nicht in berlin wohnt, wagt man sich doch recht selten in eine fotokabine. außer wenn man – wie ich neulich – noch dringend bewerbungsfotos braucht. und weil die ganze geschichte ganz lustig war und meine prinzessin dazu noch so lieb fragte, zog ich gestern wieder den vorhang zu. allerdings hat man hier nicht wie in einer wirklichen kabine das gefühl, plötzlich allein zu sein, eben noch im u-bahn-getümmel, eine welt für sich zu haben.

heute ging es in meinen gedanken auch viel um die welt für sich. ich kam gerade aus dem büro meiner dozentin, den kopf bei der anstehenden hausarbeit, noch nett den kollegen grüßend, der vor eben dieser tür wartete, als ich das buch in seiner hand erblickte. “alles was wir geben mussten” – mit dem amazon-paket angekommen und seit gestern abend meine bettlektüre.

es ist ein komisches gefühl, jemandem in genau die selben handlungsstränge vertieft zu wissen. in die selben konstellationen, orte, zeiten. irgendwie ist da etwas störendes dran und irgendwie fühlte ich mich, als wäre mir etwas abhanden gekommen. ein merkwürdiges phänomen.

last night she said/oh baby I feel so down.

Posted in hinschauen on January 5th, 2011 by die-kleine-miss – 2 Comments

an dieses lied von den strokes musste ich denken, als ich den titel des neuen keira knightley-films las. ich bin mir immer nicht sicher, ob ich sie mag oder nicht, sie hat etwas im gesicht, das mich stört – vielleicht ihr nach vorn geschobener unterkiefer? – aber merkwürdigerweise sehe ich sie dann doch, ihre filme.

ganz sicher mag ich jedoch guillaume canet. ein junge zum liebhaben und den eltern vorstellen (die dann nicht “ein braver junge sagen”, sondern “der hat es aber sicher dick hinter den ohren, auch wenn es nicht so aussieht”).

an sich ist der film belanglos. trotzdem: das ständige hin und her in meiner gedankenwelt hat mich doch sehr erstaunt. am anfang: er betrügt sie, ganz sicher. dann: sie betrügt ihn, ganz sicher. am ende: er betrügt sie?

jedenfalls zeigt “last night” einen nicht unrealistischen ausschnitt aus dem beziehungsalltag. irgendwo ist und bleibt es zwar unspektakulär, aber gedanken, ja die macht man sich dann schon.

(p.s.: wer kam eigentlich auf die idee? die magere, ausgezehrte frau knightley mit diesem bulligen, breiten monstrum zu verheiraten, der zu allem übel noch lothar matthäus ähnlich sieht? komisch.)

das labyrinth der wörter.

Posted in hinschauen on December 30th, 2010 by die-kleine-miss – Be the first to comment

schöner titel, schöner film. ich finde gérard depardieus nase noch immer beeindruckend und muss sie immerzu anschauen. das putzige omalein, das dem beinahe-analphabeten germain die literatur näher bringt, hätte ich am liebsten mit nach hause genommen. vielleicht ist die geschichte nicht an allen ecken und enden eine realistische. aber was soll’s.

ich habe nicht übel lust, mir “das labyrinth der wörter” noch einmal im orginal anzusehen. denn das labyrinth ist im französischen noch sehr viel verzwickter, dafür aber auch auf eine ganz besondere art und weise schön.

der große jahresendpoll 2010.

Posted in hinhören, hinschauen, kaufen on December 29th, 2010 by die-kleine-miss – 1 Comment

irgendwie stecke ich noch mitten in der weihnachtszeit, es sind noch nicht einmal alle geschenke bei ihren zukünftigen besitzern und schon meldet sich das gewissen: wenn du dein blog schon so unregelmäßig führst – auf den jahresendpoll darf nicht verzichtet werden. deswegen.

bestes album.

1. robyn – body talk 1-3

2. shout out louds – work

3. regina spektor – live in london

bestes konzert.

(aufgrund akuter konzerte-unlust in diesem jahr sind mir diese top 3 nicht gerade schwer gefallen.)

1. shout out louds – salzburg / april.

2. vampire weekend – münchen / november.

3. courteeners – münchen / mai.

bester film.

1. a single man

2. somewhere

3. gainsbourg

bestes buch.

1. max frisch – homo faber / mein name sei gantenbein.

2. gudrun ensslin & bernward versper – notstandsgesetze von deiner hand.

3. paul auster – mond über manhattan

4. haruki murakami – iq84

5. tolstoi – anna karenina

bestes schnäppchen.

dieser gemütliche, gestrickte schlabberpulli. kein schnäppchen im eigentlichen sinne, weil topshop, trotzdem.

heißeste nacht.

aufgrund fiebriger grippe. dreimal umziehen. und so weiter.

kälteste nacht.

mit der prinzessin in münchen. brrrr. (ich erinnere mich nur noch dunkel – woran das wohl liegt?)

(aber wahrscheinlich auch so ziemlich jede nacht bei unter 10 grad in der wohnung des liebsten.)

entdeckungen.

1. sich gesundheit zu wünschen, sind keine leeren worte.

2. die liebsten sind immer da, wenn man sie braucht.

3. manchmal wäre es sehr sinnvoll, russisch sprechen zu können.

4. es gibt nichts besseres als einen tengelmann ums eck.


the tourist.

Posted in hinschauen on December 21st, 2010 by die-kleine-miss – 1 Comment

irre ich, oder ist mr. depp ein bisschen pummelig geworden? auf den zweiten blick habe ich ihn dann erkannt.

so wurde aus einem mittel zur ablenkung einfach nur noch mehr große große wut. dass man von angelina wenig erwarten kann – ja. aber johnny, hey, das konntest du doch mal besser.

somewhere.

Posted in hinschauen on November 15th, 2010 by die-kleine-miss – 2 Comments

es tut mir schrecklich leid, euch schon wieder mit einem film zu behelligen. unter der ganzen hektik leidet eben auch die kleine miss. am wochenende habe ich  mir aber die zeit genommen, das neueste werk sofia coppolas zu bestaunen. wie sehr ich mich freute, eine dame, die den film in der vorstellung zuvor gesehen hatte, “belanglos” murmeln zu hören. es wird also so wie immer.

denn ich muss zugeben, dass mich sofia coppola bisher nie enttäuscht hat. die welt, die sie wohl zugegebenermaßen nicht in erster linie durch lange dialoge und spannende handlung, sondern durch bilder und musik entstehen lässt, gefällt mir so gut, dass ich manchmal einfach lieber dort bleiben würde. sei es bei den selbstmordschwestern, im alten frankreich, in tokio oder eben im hotelzimmer-leben eines hollywoodstars.

welch glück: den soundtrack bekam sofia von ihrem liebsten gleich obendrauf. bei diesen bildern kann man auch das 7-minuten-lied von phoenix verschmerzen.

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cemetary junction.

Posted in hinschauen on November 4th, 2010 by die-kleine-miss – 4 Comments

ich liebe die siebziger jahre. die farben, die frisuren, die musik.

und mal davon abgesehen, ist “cemetary  junctio” genau diese art film, die man anschauen sollte, um trotz aufregung und angespannter nerven einschlafen zu können.

am ende wird doch alles gut. und dazwischen sorgen die höhen und tiefen nicht für herzrasen, sondern für schmunzeln und nostalgische gefühle.

ich will ihre kamera, ihre dunkelkammer, ich will ihre fönwelle, ich will ihre kleidchen mit den großen, weißen knöpfen.

je t’aime. moi non plus.

Posted in hinschauen on October 18th, 2010 by die-kleine-miss – 2 Comments

vielleicht  versteht man nicht alles im film “gainsbourg”. so gerade dann, wenn man fiktionale elemente nicht zu schätzen weiß.

aber schön, schön war es trotzdem.

am schönsten – sicher – jane birkin. mit einem kleidchen, das oberhalb des oberschenkels endete. und einem akzent, der mich zweifeln ließ, ob sich da nicht jemand doch ein bisschen lustig machte.

mit der lolita im kinosessel eingekuschelt. dicke socken und schal. und popcorn.

und die beruhigung, dass auch eine laetitia casta cellulite am oberschenkel hat.

welcome. you’re now in a skype-relationship.

Posted in hinschauen on October 16th, 2010 by die-kleine-miss – 2 Comments

snapshots sind in etwa so, als würde man in einem gespräch ständig fotografiert werden. und vor allem dann, wenn man gerade nicht fotografiert werden will. beim gähnen, mit offenem mund zuhören, ungeschminkt und im pinken gammel-anzug aus samt.

was belangloses, bitte!

Posted in hinschauen on September 24th, 2010 by die-kleine-miss – 3 Comments

ich habe schon gründlich darüber nachgedacht, ob ich das nun wirklich bloggen soll. man will ja ein bestimmtest bild vermitteln, ein blogger-ich und das, was ich jetzt zu sagen habe, widerspricht dem ein wenig.

ich kann mir nicht helfen: wenn ich im stress bin, dann hilft bei mir nur ein möglichst schlechter, kitschiger, belangloser film. in diesem fall trägt er den vielversprechenden titel: groupies bleiben nicht zum frühstück.

und obwohl es sich ganz wie erwartet um keinen besonders guten film handelte, hat er mich trotzdem gut unterhalten, entspannt und mein herz erleichtert. ah ja, kostja ullmann. eigentlich ein hübscher typ. aber schlechte musik macht unattraktiv! und ein komischer mofa-schnäuzer auch.