fotoautomaten und geklaute welt.
Posted in hinschauen, klicken on January 20th, 2011 by die-kleine-miss – 1 Commentwenn man nicht in berlin wohnt, wagt man sich doch recht selten in eine fotokabine. außer wenn man – wie ich neulich – noch dringend bewerbungsfotos braucht. und weil die ganze geschichte ganz lustig war und meine prinzessin dazu noch so lieb fragte, zog ich gestern wieder den vorhang zu. allerdings hat man hier nicht wie in einer wirklichen kabine das gefühl, plötzlich allein zu sein, eben noch im u-bahn-getümmel, eine welt für sich zu haben.
heute ging es in meinen gedanken auch viel um die welt für sich. ich kam gerade aus dem büro meiner dozentin, den kopf bei der anstehenden hausarbeit, noch nett den kollegen grüßend, der vor eben dieser tür wartete, als ich das buch in seiner hand erblickte. “alles was wir geben mussten” – mit dem amazon-paket angekommen und seit gestern abend meine bettlektüre.
es ist ein komisches gefühl, jemandem in genau die selben handlungsstränge vertieft zu wissen. in die selben konstellationen, orte, zeiten. irgendwie ist da etwas störendes dran und irgendwie fühlte ich mich, als wäre mir etwas abhanden gekommen. ein merkwürdiges phänomen.





es tut mir schrecklich leid, euch schon wieder mit einem film zu behelligen. unter der ganzen hektik leidet eben auch die kleine miss. am wochenende habe ich mir aber die zeit genommen, das neueste werk sofia coppolas zu bestaunen. wie sehr ich mich freute, eine dame, die den film in der vorstellung zuvor gesehen hatte, “belanglos” murmeln zu hören. es wird also so wie immer.
ich liebe die siebziger jahre. die farben, die frisuren, die musik.
und mal davon abgesehen, ist “cemetary junctio” genau diese art film, die man anschauen sollte, um trotz aufregung und angespannter nerven einschlafen zu können.
am ende wird doch alles gut. und dazwischen sorgen die höhen und tiefen nicht für herzrasen, sondern für schmunzeln und nostalgische gefühle.
ich will ihre kamera, ihre dunkelkammer, ich will ihre fönwelle, ich will ihre kleidchen mit den großen, weißen knöpfen.
vielleicht versteht man nicht alles im film “gainsbourg”. so gerade dann, wenn man fiktionale elemente nicht zu schätzen weiß.







ich habe schon gründlich darüber nachgedacht, ob ich das nun wirklich bloggen soll. man will ja ein bestimmtest bild vermitteln, ein blogger-ich und das, was ich jetzt zu sagen habe, widerspricht dem ein wenig.
ich kann mir nicht helfen: wenn ich im stress bin, dann hilft bei mir nur ein möglichst schlechter, kitschiger, belangloser film. in diesem fall trägt er den vielversprechenden titel: groupies bleiben nicht zum frühstück.
und obwohl es sich ganz wie erwartet um keinen besonders guten film handelte, hat er mich trotzdem gut unterhalten, entspannt und mein herz erleichtert. ah ja, kostja ullmann. eigentlich ein hübscher typ. aber schlechte musik macht unattraktiv! und ein komischer mofa-schnäuzer auch.